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Mahnmal zum 8. April 1945

Am 8. April 1945, wurde bei einem Bombenangriff auf die Bahnanlagen beim Celler Güterbahnhof ein Transportzug mit KZ-Häftlingen getroffen, der auf dem Weg in das Konzentrationslager Bergen-Belsen war. Ein Teil der Überlebenden konnte sich aus den Waggons befreien und fliehen, verfolgt von Angehörigen der SS, der Wehrmacht, der Polizei und Celler Zivilisten. Diese ermordeten 170 der Fliehenden. 

Das Mahnmal, geschaffen 1992 vom 1930 geborenen Maler und Bildhauer Jonny Lucius aus Bad Neuenahr: ein Quadrat aus ro­stendem Corten - Stahl, auf einem Kies­bett liegend, aus seiner Mitte wächst eine Rotbuche. Das Stahlquadrat symbolisiert den endlosen Leidensweg, die Buche die Hoffnung auf eine menschlichere Zukunft.


Wie die Inschriften erläutern, ist das Werk "Den KZ-Häftlingen aus ganz Europa, die vom 8. bis zum 12. April 1945 in Celle Opfer nationalsozialistischer Unmenschlichkeit wurden" gewidmet und erinnert an folgendes Ereignis:

"Am 8. April 1945 - vier Tage vor der Besetzung durch alliierte Truppen - war Celle das Ziel eines groß angelegten Luftangriffs. Dabei wurde auf einem Rangiergleis des Güterbahnhofs ein Zug getroffen, der ungefähr 4 000 Männer, Frauen und Jugendliche aus mehreren Außenlagern des KZ Neuengamme nach Bergen-Belsen bringen sollte. Als diejenigen Häftlinge, die den Bomben entgangen waren, sich in Sicherheit zu bringen suchten, machten Angehörige der NSDAP und ihrer Formationen, der Wehrmacht, Polizei sowie des Volkssturms im Stadtgebiet und im nahegelegenen Neustädter Holz Jagd auf sie und richteten ein Blutbad unter ihnen an. (Die Gräber der Erschossenen, teilweise mit Namensnennungen, befinden sich auf dem Waldfriedhof.) Etwa 500 der Überlebenden wurden von der SS schließlich zu Fuß nach Bergen-Belsen getrieben." [1]  Mehr . . .


[1] Quelle: Stadt Celle