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Denkmal für Caroline Mathilde

Zur Erinnerung an die in Celle verstorbene Königin Caroline Mathilde von Dänemark (*1951 †1775) hat die Lüneburger Land- und Ritterschaft im Jah­re 1784 dieses Denkmal im Fran­zö­si­schen Gar­ten in der Nähe des Schlösschens errichten lassen. Entworfen wurde es vom berühmten Bildhauer und Maler Adam Friedrich Oeser, (*1717 †1799) dem Direktor der "Zeichnungs-, Mahlerey-, und Architektur-Academie" in Leipzig.

Das von Oeser entworfene Denkmal wurde von den Bildhauern Unger (Figuren der Warheit und des rosenspendenden Kindes) und Döll (Figur der Mutter mit dem Kinde) aus weißem Crottendorfer Marmor ausgeführt und von diesen 1784 im Franz.Garten aufgestellt.

 

Bei dem Denkmal handelt es sich um eine allegorische Darstellung. Auf einem Rundsockel steht die mit dem Bildnis der Königin geschmückte Urne. Eine auf Wolken ruhende Frauengestalt krönt das Gefäß mit Lorbeerkrenz und Palmenzweigen, den Sinnbildern der Tugend und des Ruhms. Sie stehen für die Unschuld der Königin gegenüber den ihr entgegengebrachten Verleumdungen. Die Mutter mit ihren Kindern symbolisiert die Liebe des hannoverschen Volkes zu der nach Celle verbannten Königin. Das Denkmal trägt folgende Inschrift:

CAROL(ina) MATH(ildis) DAN(iae) ET NORWEG(iae) REG(ina) NAT(a)
D(ies) XXII. JUL. MDCCLI, DEN(ata) D(ies) X. MAI MDCCLXXV.
O(rdo) E(questris) L(uneburgensis) P(oni) C(uravit).


(Caroline Mathilde, Königin von Dänemark und Norwegen, 
geboren am 22. Juli 1751, gestorben am 10. Mai 1775. 
Die Lüneburger Ritterschaft hat dieses Denkmal setzen lassen).

Quelle: Stadt Celle

Ab 1670 wurde auf Veranlassung von Eleonore d’Olbreuse, der Gattin von Herzog Georg Wilhelm, der französische Gärtner Henri Péronnet († 1690) mit der Gestaltung des Gartens beauftragt. Von 1690 bis 1701 war René Dahuron, ebenfalls ein Franzose, verantwortlich. Wahrscheinlich wurde nach deren Herkunftsland die Gartenanlage in „Französischer Garten“ umbenannt.

Inzwischen ist der Französische Garten als Gartendenkmal unter Schutz gestellt.

Nicht mehr so bekannt ist die "Caroline-Mathilde-Laube" im Neustädter Holz. Eine Anpflanzung von 5 Linden, den einzigen weit und breit. Den Erzählungen nach, ließ sich die Königin am liebsten zur Schäferei kutschieren, wo sie stundenlang in der Lindenlaube sitzen konnte und ihren Gedanken nachging.  Bis in die 60er-Jahre konnte man von dort noch das Celler Schloß erblicken. Durch die Bebauung im OT Klein-Hehlen ist das heute nicht mehr möglich.


Neben dem Eingang von der Magnusstraße in den Französischen Garten befinden sich im "Rosengarten" zwei Rokokofiguren (Künstler unbekannt) aus dem Besitz Stechinellis.