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Kriegsgräberstätten in Celle

  

Kriegsgräberstätte Celle Stadtfriedhof

Auf dem Stadtfriedhof in Celle befindet sich neben dem Militärfriedhof ein davon durch eine Baumreihe abgetrenntes Gräberfeld für zivile Opfer von Bombardierungen, verstorbene Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und Häftlinge von Konzentrationslagern.

Foto: Volksbund Kriegsgräberstätten / Volker Fleig 2012


Laut Friedhofsverwaltung Celle vom 06.02.2012 ruhen auf diesem Friedhof insgesamt 461 Kriegsopfer in 4 Grabfeldern:

  • 382 deutsche Soldaten, davon 142 Soldaten des 1. Weltkrieges in einem großen ovalen Feld, 
  • 36 Deutsche Flüchtlinge, überwiegend Kinder sowie 2 Bombenopfer 
  • 31 osteuropäische Zwangsarbeiter sowie 10 deutsche Soldaten aus dem Raum Königsberg


Die 12 Meter hohe Ehrensäule stiftete Harry Trüller (*1868, †1934), Gründer der Zwiebackfabrik, zum Andenken an seinen gefallenen Sohn sowie auch zum Gedächtnis der im Weltkrieg 1914-1918 gefallenen Söhne der Stadt Celle.



Kriegsgräberstätte Celle-Hehlentor

Auf dem aufgelassenen alten und zum Park umgestalteten Stadtfriedhof am Hehlentor ruhen  im linken Teil des durch die Harburger Straße geteilten Geländes insgesamt 51 namentlich bekannte, 1915 - 1917 in Celler Lagern verstorbene kriegsgefangene russische Soldaten des Ersten Weltkrieges.

 

Kriegsgräberstätte Celle-Blumlage

Auf dem Blumläger Friedhof, der nicht mehr neu belegt wird, ruhen insgesamt 4 Opfer des Zweiten Weltkrieges:
1 Einzelgrab eines deutschen Soldaten, gefallen am 8. April 1945,
1 Gemeinschaftsgrab für 3 Celler Polizisten, die beim Einmarsch englischer Truppen in Celle am 12. April 1945 irrtümlich für deutsche Soldaten gehalten, bekämpft und dabei getötet wurden.

Foto: Friedhofsverwaltung Celle


Kriegsgräberstätte Celle-Neustadt

In der Kuckuckstraße, Celle befindet sich eine Kriegsgräberstätte des 1. Weltkrieg. Dort sind 15 russische Kriegsgefangene begraben.

Foto: J. Barth

Die Grabstätte befindet sich im hinteren Teil des inzwischen nicht mehr "aktiven" Friedhofs. Der Friedhof sieht etwas verwildert aus und einige Grabsteine sind umgefallen.

Die Kriegsgräberstätte selber macht einen gepflegten Eindruck.


Kriegsgräberstätte Celle-Altenhagen

Auf diesem Friedhof ruht eine litauische Zwangsarbeiterin.



Kriegsgräberstätte Celle-Altencelle

Auf dem evang. Friedhof an der Gertrudenkirche im OT  Altencelle befindet sich ein Grabfeld im dem 7 Opfer von Krieg & Gewaltherrschaft (  3 deutsche Soldaten des Zweiten Weltkrieges und  4 polnische  Zwangsarbeiter) bestattet sind.

Foto: Friedhofsverwaltung Celle


Kriegsgräberstätte Celle-Garßen

Auf diesem Friedhof ruhen 4 deutsche Soldaten des Zweiten Weltkriegs.

Foto: J.Barth

 

Kriegsgräberstätte Celle-Groß Hehlen

Auf diesem Friedhof ruhen insgesamt 10 Tote des Zweiten Weltkrieges und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft

Im Gräberfeld hinter der Kapelle:
- 4 deutsche Soldaten, 3 von ihnen fielen während der Kämpfe mit britischen Truppen im Raum Groß Hehlen - Hustedt am 9./10. April 1945
- 1 deutsche Zivilperson, tot aufgefunden bei Hustedt und hier bestattet am 12. April 1945

Im Sammelgrab am rechten Friedhofsrand auf Höhe der Kapelle:
- 5 unbekannte Kriegstote, wahrscheinlich KZ - Häftlinge, die am 10. April 1945 auf dem Marsch nach Bergen - Belsen im Waldgebiet nördlich von Groß Hehlen erschossen wurden, weil sie vor Erschöpfung nicht mehr weiter konnten.

Foto: Volksbund Kriegsgräberstätten / Volker Fleig 2014


Kriegsgräberstätte Celle-Scheuen

Auf dem heute parkähnlich gestalteten Kriegsgefangenenfriedhof in Scheuen ruhen - nach den uns vorliegenden Informationen - insgesamt 270 Tote beider Weltkriege und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft

Im Einzelnen:
- 258 russische Kriegsgefangene des 1. Weltkrieges aus dem Kriegsgefangenenlager Celle-Scheuen und russische Bürgerkriegsflüchtlinge, die hier nach dem Ende des Krieges untergebracht wurden - das Lager Scheuen wurde erst 1925 aufgelöst - sowie

- 12 Kriegsgefangene der ehem. Sowjetunion wahrscheinlich aus dem Lager Hustedt.

Bis auf 1 russischen General, der 1922 hier bestattet wurde, werden alle als unbekannte Tote geführt. Ob sie wirklich alle unbekannt sind, darf bezweifelt werden.

Die hier ursprünglich ebenfalls bestatteten französischen, englischen und italienischen Kriegsgefangenen sind nach dem Ende des Ersten Weltkrieges in ihre Heimatländer überführt worden.


Kriegsgräberstätte Celle-Westercelle

Auf diesem Friedhof ruhen in einem Gemeinschaftsgrab  insgesamt

- 2 namentlich bekannte russische Kriegsgefangene des Ersten Weltkrieges sowie
- 3 unbekannte russische / sowjetische Kriegstote beider Weltkriege.

Der Grabstein nennt lediglich 5 unbekannte russische Kriegstote mit den Jahreszahlen 1918 + 1945.

Fotos: Volksbund Kriegsgräberstätten / Volker Fleig 2014