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St. Georg-Hospital

Das Sandstein-Relief an der St. Georg-Kirche, Blumlage, Celle stammt vom Giebel des ehemaligen  St. Georg-Hospital.

Heinrich Brabandt (†1668) stammte aus einer seit 1522 in Celle nachweisbaren Familie von angesehenen Handwerkern. Er stiftete das Sandsteinrelief.


Gerhard vom Berge, der Bischof von Hildesheim, erteilte 1392 der Stadt Celle die Genehmigung, für Leprakranke, Alte und Behinderte ein Hospital zu errichten. Es wurde dem Heiligen Georg geweiht. Dazu gehörte eine kleine Kapelle, die ausschließlich für die Bewohner des St.-Georg-Hospitals bestimmt war. Das Hospital lag damals etwa einen Kilometer vor der Stadtmauer. Die übrigen Bewohner der Altenceller Vorstadt, die nach dem Dreißigjährigen Krieg stetig mehr wurden, waren bei geschlossenen Stadttoren vom Gottesdienst in der Stadtkirche ausgeschlossen. Heinrich Langenbeck, der damalige Kanzler des Fürstentums Lüneburg setzte sich bei Christian Ludwig, dem Herzog zu Braunschweig-Lüneburg, dafür ein, in der Altenceller Vorstadt eine eigene Kirche und eine Schule zu errichten. Per Erlass des Herzogs wurde die Blumlage und die Masch zum 1. April 1656 von der Stadtkirche gelöst. 1657 wurde an die bestehende Kapelle ein größerer Kirchenraum angebaut. Die alte Kapelle wurde der Altarraum. Zum ersten vorläufigen Prediger wurde Esaias Gittel aus Hannover berufen, der bis 1657 hier wirkte. 1658 wurde eine eigene Tochtergemeinde auf der Blumlage gebildet. Das Hospital wurde 1963 abgerissen. Das Sandsteinrelief aus dem Jahre 1645 vom Giebel des Hauses, das St. Georg beim Töten des Drachens zeigt, wurde am Seiteneingang des Kirchengebäudes angebracht.

Quelle: wikipedia



Auf dieser Lithographie (um 1840) ist das Hospital und die Kirche zum St. Georg in Celle abgebildet.